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puu’-Partnertreffen im Mittelkalorik-Kraftwerk der swb AG

Wo aus Abfall Strom wird…‚

 

Die Veranstaltung am 15. September 2009 stand ganz im Zeichen eines zukunftsgerichteten Klimaschutzes. Die swb hatte zu einem Blick hinter die Kulissen ihres neuen Mittelkalorik-Kraftwerks (MKK) eingeladen, das erst kürzlich ans Netz gegangen ist. In der Anlage – laut Gastgeber eine der größten und modernsten in Europa – wird aus Abfall Strom erzeugt. Die Teilnehmer waren live dabei, als sogenannte Mittelkalorik – ein Ersatzbrennstoff aus grob geschredderten, nicht recycelbaren Papier-, Kunststoff-, Holz- und Verpackungsresten aus Gewerbeabfallsortieranlagen – bei rund 1.000 Grad verbrannt wurde. Kleine Luken gaben die Sicht frei auf lodernde Flammen im meterhohen Kessel. Bis zu 300.000 Tonnen der bislang größtenteils ungenutzt auf Deponien gelagerten Abfälle sollen so im Jahr beseitigt werden und zusätzlich jährlich rund 235.000 Megawattstunden Strom erzeugen. Gut ein Drittel der Bremer Haushalte, so das Unternehmen, könne darüber mit Energie versorgt werden. Somit sei der Einsatz von Mittelkalorik ökonomisch wie ökologisch gleichermaßen sinnvoll.

KraftwerksbesichtigungHarald Rossoll und Dr. Rita Kellner-StollKraftwerksbesichtigung
Dr. Willem Schoeber

Die Gäste erfuhren weitere grüne Zahlen: 90.000 Tonnen Kohle in den Kraftwerken werden bei gleicher Stromproduktion eingespart, darüber hinaus der Ausstoß an CO2-Emissionen um 223.000 Tonnen reduziert. „Die Anlage ist ein wichtiger Baustein unserer 20-20-20 Klimaschutzstrategie“, betonte der swb-Vorstandsvorsitzende Dr. Willem Schoeber und leitete damit zu einem Thema über, das landesweit diskutiert wird: das aktuell von einem Gutachterteam herausgegebene Klimaschutzszenario 2020. Dr. Rita Kellner-Stoll, Abteilungsleiterin für Umweltwirtschaft, Klima- und Ressourcenschutz beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, stellte das Programm vor und schickte eine gute Nachricht voran. Bremen und Bremerhaven seien mit Hilfe der Wirtschaft auf dem besten Weg, das angestrebte Ziel zu erreichen: bis zum Jahr 2020 insgesamt 40 Prozent CO2 gegenüber 1990 einzusparen. Ein Unternehmen, das seine CO2-Emissionen mit einem ökologischen Rechenzentrum bereits heute um 65 Prozent reduziert hat, erhielt auf der Veranstaltung eine Auszeichnung des Umweltsenats: Der IT-Dienstleister b.r.m. wurde zum „Klimaschutzbetrieb CO2 -20 2009“ ernannt.