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Gespräche unterm Regenschirm

Rund 80 PartnerInnen kamen zum 'puu'-Sommertreffen am 30. August 2007 ins Alex - mit dabei der neue Umweltsenator Dr. Reinhard Loske.

 

Eingeladen waren die Mitglieder der puu zum Sommertreffen mit dem neuen Umweltsenator auf die Dachterrasse des Alex auf dem Domshof - das Wetter war mit Regen und Wind jedoch allerdings alles anderer als sommerlich. Umweltsenator Dr. Reinhard Loske schien auf die Witterungsverhältnisse vorbereitet: Er kam mit Schal. Grund dafür waren aber weniger die niedrigen Temperaturen, als eine beginnende Erkältung, die sich der Neubremer auf dem Weg zur Arbeit geholt hatte: "Ich war morgens bei circa 13 Grad mit feuchten Haaren auf dem Fahrrad unterwegs", erklärte Loske.

Auch sonst gab sich der Umweltsenator offen und gesprächsbereit. So erzählte er, dass er schon oft gefragt wurde, ob es eine gute Entscheidung gewesen sei, von Berlin nach Bremen zu gehen. "All' denen kann ich klar mit ja antworten. Je mehr ich von dieser Stadt kennen lerne, umso überzeugter bin ich."
Mit Freude habe er die Studie zur Umweltwirtschaft gelesen, in der dargelegt ist, dass in Bremen rund 9.000 Menschen in der Umweltbranche tätig sind. "Verglichen zum Beispiel mit München sind wir im Bereich Umweltwirtschaft ganz stark", betonte Loske. Die 'partnerschaft umwelt unternehmen' bewertete er als vorbildliches Netzwerk "weil das Engagement der nunmehr fast 90 Firmen in Sachen Umwelt und Klimaschutz freiwillig ist und über gesetzliche Vorgaben hinausgeht." Auch die Pluralität der Mitgliederstruktur beeindruckte den Umweltsenator. "In der Initiative sind Global Player wie auch kleine Handwerksbetriebe - von der umweltgerecht betriebenen Bäckerei bis hin zu Unternehmen, die Kohle verbrennen." Darüber mussten nicht nur die anwesenden Firmenvertreter der swb AG schmunzeln, deren geplantes und jetzt zu den Akten gelegtes Kohlekraftwerk in der Vergangenheit zu Kontroversen geführt hatte.

Umweltsenator Loske machte auf der Veranstaltung deutlich: Statt etwas zu verhindern legt er seinen politischen Schwerpunkt darauf, etwas zu bewegen und Umweltinnovationen 'made in Bremen' voranzubringen. Zum Beispiel im Bereich Erneuerbare Energie. "Dafür haben wir mit Bremerhaven einen optimalen Technologiestandort." Loske zeigte sich begeistert von der Entwicklung Bremens kleiner Schwester: "Statt Niedergang habe ich hier ein großes wissenschaftliches Know-how vorgefunden. Modernste Windkraftanlagen, das Klimahaus, die Hochschule Bremerhaven und das Alfred-Wegener-Institut sind nur einige Beispiele dafür." Das hörten neben dem Botschafter der 'puu' - Bremerhavens Hochschulrektor Dr. Josef Stockemer - auch die anwesenden Unternehmen aus der Seestadt gern. Ronny Meyer, Vertreter des Umweltpreisgewinners energy & meteo systems GmbH: "Herrn Loskes Blick nach Bremerhaven freut uns natürlich sehr. Bremerhaven ist in Sachen Wind auf einem guten Weg. Damit die Stadt weiterhin am Ball bleibt, erhoffen wir uns vom Umweltressort weiterhin eine starke Förderung der Forschung und Entwicklung." Seinen Wunsch direkt an den Mann zu bringen, dafür hatte Meyer im Alex hinreichend Gelegenheit. Denn Reinhard Loske beschränkte sich bei der Veranstaltung auf kurze, einführende Wort, um danach mehr Zeit für den direkten Kontakt mit 'puu'-Mitgliedern zu haben. Er nutzte die Gelegenheit intensiv für persönliche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern unterschiedlicher Branchen. Seinen Schal konnte er dabei übrigens ablegen: Denn nach der Begrüßung unter riesigen Regenschirmen auf der Dachterrasse flüchteten die meisten Besucher des Sommertreffens ein Stockwerk tiefer ins Warme.