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Die vier Gewinner des Bremer Umweltpreises Nordwest 2006

1. Preis: 20.000 Euro

Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG

Die Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG aus Delmenhorst gewinnt mit der Eliminierung des Abwassers durch Farbwasserreinigungsanlage den Bremer Umweltpreis Nordwest 2006. Das farbige Abwasser wird verdunstet und nach der Kondensation der Leimproduktion zugeführt. Das spart sowohl Frischwasser als auch die Entsorgung der belasteten Abwässer. Verbleibende getrocknete Farbpartikel oder Papierfaserreste machen nur noch zwei Prozent der zu entsorgenden Gesamtmenge aus. Dieses Projekt stuft die Jury als richtungsweisend über die Wellpappeindustrie hinaus ein. Das Unternehmen setzt ein ganzheitliches Konzept um, welches sowohl die Frage nach Ressourcen als auch Energieeinsparungen berücksichtigt.

Sonderpreis "Energie": 2 x 7.500 Euro

Bakemark Deutschland GmbH
energy & meteo systems GmbH

Preisträger im Bereich "Energieeffizienz-Steigerung" ist die BakeMark Deutschland GmbH aus Delmenhorst. In dem technologisch neuartigen Verfahren "Aufbereitung und Nutzung von verbrauchtem Frittierfett als Ersatzbrennstoff" von BakeMark Deutschland wird das in der Produktion verbrauchte pflanzliche Fett in der hauseigenen Dampfkesselanlage verbrannt. Dies hat enorme Einsparungen von Gas und Heizöl zur Folge. Dabei wird außerdem der CO2-Ausstoß verringert, LKW-Verkehr und Wasserverbrauch zur bisher erforderlichen Reinigung der Transportbehälter werden vermieden. Neben dem herausragenden technischen Konzept schätzt die Jury die Umweltwirkungen wie Abfallreduktion, Energieeinsparungen und Wasserverbrauch als besonders hoch ein.

Im Bereich "Regenerative Energien" erhielt die energy & meteo systems GmbH aus Oldenburg die Auszeichnung. Der von energy & meteo systems entwickelte "Optimierte Energiemix durch präzises Windvorhersagesystem" sagt die Leistungsabgabe von Windparks aufgrund von Wetterdaten vorher, so dass Energieversorger die Einspeisung von Windenergie wirtschaftlich, technisch und ökologisch optimal dem Energiebedarf anpassen können. Die Jury beurteilt es als ein äußerst innovatives und zukunftorientiertes Projekt, zumal die unzureichende Vorhersagbarkeit von Windenergieerträgen bislang immer als zentraler Grund für das hohe Vorhalten an fossilen Kraftwerkskapazitäten galt.

Partnerschaftspreis: 5.000 Euro

Ulrich Walter GmbH

Für ihre Lebensmittelherstellung mit sozialökologischen Maßnahmen im ganzen Unternehmen ist die Ulrich Walter GmbH aus Diepholz ausgezeichnet worden. Die rundum nachhaltige Firmenphilosophie des Öko-Lebensmittelhändlers verbindet umweltschonende Produktion mit sozialer Verantwortung. So werden z. B. Erdgasfahrzeuge als Firmenwagen eingesetzt und Strom von regionalen Windenergieanbietern bezogen. Dieser Ansatz ist laut Jury heute in Unternehmen längst noch nicht selbstverständlich und gilt deshalb in Kombination mit dem vom Firmengründer initiierten Pilotprojekt zur Nutzung von regionalem Ökostrom als preiswürdig.